LRS

Eine Lese-Rechtschreibschwäche ist kein Hindernis, das Gymnasium Heide-Ost zu besuchen und das Abitur zu bestehen.
Viele Schüler/innen haben das schon geschafft.

Was ist LRS?

Eine ausgeprägte Lese-Rechtschreibschwäche fällt dem geschulten Beobachter schon in der ersten oder zweiten Grundschulklasse auf, weil die betroffenen Kinder trotz eines lebhaften Verstandes viel schwerer als ihre Klassenkameraden fließend lesen und lautgetreu schreiben lernen.

Diese Kinder sollen laut LRS-Erlass ab der 2. Klasse Förderunterricht bekommen. Und auch die Eltern sollten sich genauer informieren und zuhause ihrem Kind helfen, damit es Fortschritte macht und die Lust am Lernen nicht verliert.

Erst in der 4. Klasse wird die Lese-Rechtschreibschwäche durch ein Testverfahren förmlich festgestellt. Die Eltern müssen diesen Test rechtzeitig schriftlich beantragen, wenn er in der Schule gemacht werden soll, am besten bis zu den Herbstferien. Dann muss das Kind in der Grundschule getestet werden. Im Test soll festgestellt werden, ob ein großer Unterschied zwischen der – mindestens durchschnittlichen – Intelligenz des Kindes und seiner – viel schwächeren – Schreibleistung besteht.

Die Ursachen der Lese-Rechtschreibschwäche werden in diesem Test nicht festgestellt.

Erfolgreiche Schüler/innen mit LRS am GHO …
  • bringen meistens überwiegend gute Grundschulleistungen mit, soweit es nicht um Lesen und Schreiben geht
  • interessieren sich für viele Themen
  • haben Lust und Ausdauer zum Lernen
  • haben Lust, im Unterrichtsgespräch aktiv mitzuarbeiten, denn gute mündliche Leistungen können schriftliche Schwächen ausgleichen und viele Erfolgserlebnisse bringen
  • Vor allem in schweren Fällen brauchen sie Eltern oder andere Unterstützer, die ihr Kind immer wieder ermutigen und ihm regelmäßig helfen, effektiv zu lernen.
    LRS-Kinder müssen für denselben Erfolg wie gleich begabte andere Kinder oft mehr arbeiten.
    Es lohnt sich deshalb für sie besonders, die besten Lernmethoden zu finden (zum Beispiel: Lernen von Vokabeln).
Wie unterstützt das GHO Schüler/innen mit Lese-Rechtschreibschwäche?

Das Gymnasium Heide-Ost bietet für Schüler mit anerkannter Lese-Rechtschreibschwäche im 5. und 6. Schuljahr eine Förderstunde pro Woche an.
Diese findet in einer 7. Stunde bei einer dafür speziell fortgebildeten Lehrkraft statt.

Diese Lehrkräfte stehen auch zu Beratungsgesprächen für Eltern, Schüler- und Kolleg/inn/en zur Verfügung.

Besonders die Deutschlehrkräfte der 5. und 6. Klasse beobachten die Leistungsentwicklung ihrer Schüler/innen. Wenn sie den Verdacht haben, dass eine Lese-Rechtschreibschwäche vorliegt, empfehlen sie den Eltern, einen Antrag auf Testung zu stellen. Ohne Antrag der Eltern darf nicht getestet werden.

Der Test besteht aus einem Intelligenztest und einem Rechtschreibtest und wird am GHO von den LRS-Fachkräften durchgeführt.

In der Sekundarstufe I wird die Rechtschreibleistung bei Schüler/inne/n mit LRS in keinem Fach bei der Benotung negativ bewertet.

Für Klassenarbeiten steht LRS-Schüler/innen ein sogenannter »Nachteilsausgleich« zu, meist ist das eine Zeitverlängerung, weil LRS-Schüler mehr Zeit zur Kontrolle dessen brauchen, was sie geschrieben haben. Die Klassenkonferenz kann aber für den einzelnen Fall auch andere Erleichterungen beschließen.

LRS-Fachkräfte am GHO
  • Frau Bezziche
  • Frau Köster